Der Wiener Entwicklungstest (WET) basiert auf der Integration unterschiedlicher
entwicklungstheoretischer Ansätze; zu den einzelnen Funktionsbereichen werden kurz
einige bestehende Konzepte diskutiert. Die Autorinnen bewerten ihn als ein
förderdiagnostisches Verfahren, das einen breit gefächerten Einblick in die bisher
realisierte Entwicklung gibt und sich auf die Statusdiagnose von Entwicklungsdefiziten
konzentriert. Sie vertreten weiter die Auffassung, dass über den Altersbereich der
Drei- bis Sechsjährigen "Entwicklung in den einzelnen Funktionsbereichen relativ
kontinuierlich, d.h. ohne auffällige Sprünge ... in Richtung zunehmende Kompetenz"
(Kastner-Koller & Deimann, 2002, S. 4) verläuft. Dabei sollen zusätzlich individuelle
Stärken erfasst und Anknüpfungsmöglichkeiten für Interventionen aufgezeigt werden.
Der WET stellt ein Verfahren dar, das als Testbatterie konzipiert ist. Das Verfahren
gliedert sich in fünf Funktionsbereiche, die mit insgesamt 13 Subtests abgebildet werden.

