Die Therapie des Facio-Oralen Traktes (nachfolgend F.O.T.T.
abgekürzt) entstand Anfang der 70er-Jahre. Kay Coombes, Speech- and
Language Therapist und Bobath-Tutor aus England, konzipierte basierend auf
der Zusammenarbeit mit Karel und Berta Bobath diesen neurophysiologischen
Ansatz zur Befundung und Behandlung von Patienten, die nach einer Hirnschädigung
ausgeprägte Beeinträchtigungen bezüglich ihrer Gesamtmotorik
(Haltung und Bewegung) und Körperwahrnehmung zeigen; vielfach weisen
der Schluckvorgang, die verbale und nonverbale Kommunikation sowie die Atmung
typische Symptome auf, die dem veränderten Gesamttonus, der abnormen
Reflexaktivität sowie der gestörten Sensibilität zuzuschreiben
sind.
Das Konzept versteht sich als ganzheitlicher und alltagsbegleitender
Ansatz für
den Patienten. Die Kontinuität der Therapie im Alltag wird durch interdisziplinäre
Zusammenarbeit aller mit dem Patienten arbeitenden Berufsgruppen hergestellt
(Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Pflegende, Mediziner und Physiotherapeuten).
Die Angehörigen des Patienten werden ebenfalls in den Rehabilitationsprozess
integriert und angeleitet.
F.O.T.T. verfolgt das Ziel, dem Patienten
trotz seiner multiplen Störungen zu möglichst normaler Bewegungserfahrung
zu verhelfen und sensomotorisches Lernen zu ermöglichen. Inhaltliche
Schwerpunkte der Therapie liegen im Bereich der Nahrungsaufnahme, der Mundhygiene
sowie der Atmung, Stimme und Mimik (verbale und nonverbale Kommunikation).
