Das auf dem Affolter-Modell beruhende Behandlungskonzept findet in der Arbeit
mit wahrnehmungsgestörten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine
zunehmend breitere Anwendung. Im Verlauf von ca. 40 Jahren Forschung, Erprobung
und Anwendung entwickelten Frau Dr. Félicie Affolter und zahlreiche
Mitarbeiter ein auch für Ergotherapeuten bedeutendes Therapiekonzept.
Menschen
mit Wahrnehmungsstörungen und deren Folgen begegnen uns sowohl
in pädiatrischen, neurologischen, geriatrischen als auch psychiatrischen
Therapiebereichen. Die so Betroffenen können mit der Affolter-Methode,
unabhängig
von Art und Schweregrad der angeborenen oder erworbenen Beeinträchtigung,
behandelt werden.
Die geführte Interaktionstherapie unterstützt
den wahrnehmungsgestörten
Menschen besonders in der Informationssuche über das taktil-kinästhetische
System, dem eine hervorragende, ausschlaggebende Bedeutung für die Entwicklung
von Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen zugeschrieben wird.
Im
Rahmen alltäglicher Aktivitäten und den daraus entstehenden Problemsituationen
werden Teile der zur Problemexploration und Problemlösung notwendigen
Bewegungen „geführt“ vollzogen.
Gemeinsam mit dem therapeutischen
Begleiter erspürt der Betroffene
grundlegende Informationen, die unerlässlich sind, um seine Wahrnehmung über
sich und die Umwelt sinnvoll zu ordnen und nutzen zu können.
Das Affolter-Modell verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, versteht sich als
interdisziplinäres
Konzept und sieht die Einbeziehung der Bezugspersonen des Patienten als dringend
geboten an.
